PPG wave system

        PPG-System
PPG wave 2.2 und oben 2.3. Rechts das Waveterm B.
(außerdem Minimoog, Moog Prodigy und EEH DS 500)


Stand vor dem Wiedererwerb eines PPG wave 2.3 in 2010

Sorry, no english translation yet !
But all Links below are in english.

Um es vorweg zu nehmen, ich habe meine PPG waves 2.2 und 2.3 nach Jahren intensiver Nutzung verkauft 1995 (und 2010 mir wieder einen PPG wave 2.3 aus Sehnsucht gekauft). Diese Teile waren und sind im Sound und mit den Drehknöpfchen noch immer sehr gut zu gebrauchen, aber die Zuverlässigkeit wurde immer schlechter. Da ein loses Kabel an der Platine, defekte RAMs und andere Merkwürdigkeiten. Die Software für den PPG wave 2.2 in der Version 4.5 ist, wenn man kein Midi nachgerüstet hat, sehr stabil. Abstürze gibt es nur in physikalischer Hinsicht, da diese Synthies zu tief für viele Ständer sind. Die Software V6 für den 2.3er hatte einpaar kleine Fehler in der Konzeption, die aber nicht sehr tragisch sind wenn man diese kennt. So kann man beim 2.3er die 32 Wavetables mit je 64 Wellenformen nur im 2.2er Modus anwählen. Und da RAM damals noch teurer als Gold war, ist der Upperwavetable nur auf der Soundbank 0 zu hören. Aber nun komme ich doch schon sehr ins Detail.

Wichtig ist vorallem die gute Bedienung und der außer für Waldorf-Synthy-Abhängige neue Sound. So habe ich auch noch nach Jahren jeden Tag ganz neue Sounds kreieren können. Die Drehknöpfe laden ein zum Soundschrauben. Und das der PPG seine Wellensätze nur in 7 Bit gespeichert hat, ist nur auf dem ersten Blick ein Fehler. Denn durch seine Art die Wellen auszulesen kam er auf 8 Bit (und das ist bei optimaler Aussteuerung soviel wie bei einem leise aufgenommenem 16-bit Sample) beim 2.2er und (so sagt man) auf 12 Bit beim 2.3er. Letzteres aber meiner Meinung (und dem Gehör) nach nur bei Samples, die man über das Waveterm (Computer mit Bildschirm) oder dem PRKFD (Masterkeyboard mit Floppy zum Sample einlesen) bemerken konnte. Oder lag es daran, dass ich einen der PPG waves 2.2 mit den neueren Analogkarten inkl. D/A Wandler (OF4 12 bit) vom 2.3er hatte.

Live habe ich die Teile wegen der möglichen Hardwarefehler nicht benutzt. Die Tastertur ohne Anschlagdynamik aber mit einem monophonen Aftertouch ist gut. Midi ist nicht so die stärke. Kein Wunder, da der PPG wave 2.2 eigentlich vor dem Midi-Standard rauskam und erst später nachgerüstet werden konnte. Der eingebaute Sequenzer wird entweder gehaßt oder geliebt. Die Bedienung des Sequenzers ist total anders als alle anderen Keyboards es heute haben. Aber wer ersteinmal die Update (Remix) Spuren kennengelernt hat liebt ihn. Der Arpeggiator ist sehr anders und auch sehr musikalisch. Aber leider fehlt jede ordentliche Anleitung für diese Funktion. Überhaupt ist die Anleitung etwas schlecht. Man sollte schon einige Monate an den PPGs rumschrauben bis man wirklich den Durchblick hat. Aber dann wird man mit so kleinen Feinheiten wie das automatische Mitabspeichern der Modulationradstellung belohnt. Und da diese PPGs immer im Editmodus sind kann man mit einer kleinen Bewegung die Speichereinstellung editieren.

Um die Kombination aus der digitalen Wavetablesynthese und den analogen Filtern (damals noch echt analoge SSM 2044 Chips) kennenzulernen empfehle ich Artikel über den Microwave zu lesen. Die sind auch die direkten Enkel der PPGs. Und der Microwave XT ist in Sachen Midi und Editierung als Expander sehr geeignet einen alten PPG zu ersätzen. Der Sound der neuen Generation ist aber nicht mehr ganz der gleich wie der der alten PPGs. Die hatten noch mehr Schmutz und digitale Störgeräusche. Das brachte aber die vielen hochfrequenten Obertöne, die sonst bei der Subtraktiven Synthese (also Synthies mit Filtern) meist fehlen. Aber der einzige wahre Nachfahre ist der Waldorf WAVE, da nur er wieder eine Tastertur und Drehregler in Hülle und Fülle besitzt.

Gespielt wurden die PPG waves unter anderem von:
Tangerine Dream (Exit, White Eagle,...)
Klaus Schulze (Audentity, und live Mitte der Achtziger)
Michael Boddicker (z.B. für Michael Jackson)
Michael Cretu (bei Moti Special´s Single gut raus zuhören)
Anne Dudley (Art of Noise und bei ABC als Sessionmusikerin)
Patrick O´Hearn (eigentlich alle CDs von ihn bis in die Neunziger)
Clara Mondshine alias Walter Bachauer (Memory Metropolis)
Matthias Thurow
Robert Schröder (Galaxy Cygnus A, Paradise)


Links


PPG wave 2.2 and 2.3 Innenleben / inside

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